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Kurdische Studien


Auteur : Hugo Makas
Éditeur : Carl Winter's Universitätsbuchhandlung Date & Lieu : 1900, Heidelberg
Préface : Hugo Makas Pages : 56
Traduction : ISBN :
Langue : AllemandFormat : 155x235 mm
Code FIKP : Liv. Al.Thème : Linguistique

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Kurdische Studien

Kurdische Studien

1. Eine probe des dialektes von Diarbekir

Den text verdanke ich Herrn Professor Hartmann, der, von anderen Arbeiten vollständig in Anspruch genommen, erlangtes Material nicht tot liegen lassen will, sondern, einzig von dem Interesse für die Sache geleitet, es gerne einem Mitstrebenden abtritt, um es der Öffentlichkeit zuzuführen.

Bei Gelegenheit einer in den Osterferien 1899 zu wissenschaftlichen Zwecken unternommenen Reise nach Paris trat Hartmann dort mit dem Kurden Ferid Bej in Beziehungen, aus dessen Munde der Text stammt. Bevor ich auf denselben näher eingehe, möchte ich nach den Angaben Hartmanns erst einiges über den kurdischen Gewährsmann anführen, da es ja für das Wesen einer Sprachprobe nicht ohne Bedeutung ist, welchem Gesellschaftskreise derjenige entstammt, von dein sie herrührt, welcher Art er selbst ist und welchen Bildungsgrad er besitzt. Ferid Bej ist aus einer angesehenen Familie Diarbekirs. Seine Zugehörigkeit zu den höheren Gesellschaftsklassen dieser. Stadt geht schon daraus hervor, daß Ferids Oheim in den sogenannten Hamidie-Regimentern, einer Neuschöpfung des jetzigen Sultans, eine hervorragende Stellung einnimmt. Diese erst vor wenigen Jahren ausschließlich aus Kurden rekrutierte Truppe ist eine Einrichtung, durch welche die türkische Regierung es erreichte, die Kurden in zwei feindliche Lager zu trennen, worauf es von vornherein abgesehen war. Zu der ersten Partei gehören die türkenfreundlichen Hamidie-Kurden, zu der letzteren die national gesinnten Kurden, die den: Verlust ihrer erst vor verhältnismäßig kurzer Zeit eingebüßten Selb ...


VORWORT

Der Aufforderung des Herausgebers dieser «Materialien» kam der Verfasser dieses Heftchens um so lieber nach, als es sich darum handelte, einen wenn auch kleinen Beitrag zur Kenntnis des Kurmānji-Kurdischen zu liefern, einer Sprache, die trotz ihrer weiten Verbreitung und alter Erbeingesessenheit im vorderen Oriente von seiten der Orientalisten nicht in jenem Maße beachtet und erforscht worden ist, wie dies bei anderen Sprachen der erwähnten Gegenden der Fall ist.

Von all den Sprachen, die von jenen Völkern des vorderen Asiens gesprochen werden, die man unter dem Namen «Kurden» zusammenzufassen pflegt, ist das Kurmānji noch am besten bekannt geworden.

Vor etwas mehr denn hundert Jahren vermittelte uns der italienische Missionar Garzoni die erste Bekanntschaft mit dieser Sprache. In ziemlich langen Pausen erschien dann manche wertvolle, umfangreiche Arbeit, im ganzen aber doch zu wenig, um unsere Kenntnis des Kurmānji zu einer erschöpfenden zu machen. Man vergleiche die im wesentlichen vollständigen Litteraturangaben bei «A. Socin. Die Sprache der Kurden», in: «Grundriß der iranischen Philologie. Straßburg 1898, Band I, Abteil. 2, Lieferung 2, pg. 253f.» Hierzu ist,. abgesehen von den in diesem Heftchen erwähnten Publikationen, nur noch nachzutragen «Adžamov, M., u. K. Chaāaturov. Kurdskie teksty», im «Sbornik materialov dlja opisanija Kavkaza. Tiflis, Vyp. 20, Otd. 2, pg. 1-15». Der Verfasser hālt es unter diesen Umständen für gerechtfertigt, diese kleine Arbeit der Öffentlichkeit zu übergeben, und würde es mit Freuden begrüßen, wenn von andern die Schwierigkeiten und Rätsel gelöst würden, die er selbst nicht zu bewältigen vermochte.

Auch das beliebte Argument der «Aktualität» könnte noch angeführt werden; denn in diesen Tagen, da der Bau der Bahn nach Bāgdād das Kurdenland und seine Bewohner in das Netz des Weltverkehrs ziehen wird, wird auch das Interesse am Kurmānji in weitere Kreise dringen und die Kenntnis dieser Sprache zu einem Bedürfnis werden.

Wien, im Juni 1900
Der Verfasser




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